Welches Holz heizen? Das beste Brennholz für den Kamin

Brennholz für den Kamin 

 
Wenn der Winter naht und es bereits anfängt nach Weihnachten zu duften, darf eines nicht fehlen: Das Feuer im Kamin. Über 15 Millionen Öfen und Kamine werden in Deutschland jährlich beheizt. In diese Text erfahren Sie deshalb alles rund ums Holz zum Heizen von Kamin- und Kachelöfen. 
 

Worauf Sie beim Kauf von Brennholz achten sollten

 
Wenn Sie zu denjenigen gehören, die Ihren Kamin regelmäßig – vielleicht sogar zur Unterstützung Ihres regulären Heizsystems – nutzen, sollten Sie darüber nachdenken, eigenes Holz zu schlagen. Dazu müssen Sie zunächst eine Motorsägenschulung (z.B. beim regionalen Forstamt) absolvieren, damit Sie sicher damit umgehen können und niemanden (einschließlich sich selbst) gefährden. Mit dem Nachweis dieser Schulung können Sie meist bei Forstverwaltungen und auf privaten Waldstücken gegen Bezahlung eigenes Brennholz schlagen.  
 
Gehören Sie hingegen zu den Kaminliebhabern, die nur gelegentlich ein Feuer für die Atmosphäre zünden, können Sie das Holz einfach ofenfertig im Baumarkt kaufen. 
Im Verkauf wird das Brennholz in unterschiedlichen Maßeinheiten angeboten. Es gibt den Raummeter (auch Ster oder Klafter genannt) und den Schüttraummeter. Ein Raummeter ist ein Kubikmeter geschichtetes Holz, inklusive der Zwischenräume, während ein Schüttraummeter ein Kubikmeter lose zusammengeschüttetes Holz ist. Ein Raummeter beinhaltet also mehr Holz als ein Schüttraummeter (Das Verhältnis beträgt ungefähr 1:1,5).  
 
In einen Raummeter passen rund 25 Holzscheite, mit je 33 Zentimeter Länge und kostet – je nach Holzart und Qualität – zwischen 50 und 80 Euro. Dabei sind ofenfertiges Holz und Weichholz teurer als noch feuchtes Holz bzw. Hartholz. Außerdem ist das Holz im Norden Deutschlands tendenziell billiger als im Süden.
 

Das passende Holz zum heizen finden

 
Nicht jedes Holz eignet sich für den Ofen. Vor allem sollten Sie auf Holz verzichten, welches bereits mit Farbe oder anderen chemischen Mitteln behandelt wurde. Dies schadet zum einen der Umwelt und zum anderen kann das Holz, je nach chemischem Mittel, eventuell nicht richtig verbrennen oder riecht unangenehm. 
Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass das Holz trocken ist. Als Faustregel gilt dabei, dass das Holz höchstens eine Restfeuchte von ca. 15% haben darf. Wenn Sie zu feuchtes Holz verheizen, muss der Kamin viel Energie dafür aufbringen, um das Wasser verdampfen zu lassen. Diese Energie fällt für das Erwärmen Ihrer Wohnung weg und sie braucht erheblich länger, bis sie warm wird. Des Weiteren entsteht Qualm, der natürlich in der Wohnung sehr stört, und die Umwelt wird durch die produzierten Abgase belastet. Wenn Sie nicht wissen, wie feucht das Holz ist, können Sie sich ein Holzfeuchte-Messgerät kaufen, um sicher zu gehen. Diese gibt es im Fachhandel bereits ab 15 Euro.
 
 

Welches Holz brennt am besten?  

 
Um den bestmöglichen Effekt der jeweiligen Holzarten zu erzielen, sollten Sie immer nur dieselbe Sorte gleichzeitig verbrennen, d.h. das Holz nicht mischen. So gilt Laubholz allgemein als sehr gut für den Kamin, wobei speziell die Buche ein spannendes Flammenbild erzeugt und sehr langsam abbrennt. Sie hat also einen hohen Heizwert (ca. 2100 kW pro Raummeter). Die Birke (ca. 1900 kW pro Raummeter) riecht hingegen angenehm und ist äußerst resistent gegenüber Feuchtigkeit, was bei der Lagerung vorteilhaft ist. Die Birkenrinde können Sie als Anzünder verwenden, da sie extrem schnell Feuer fängt. Die Birke lässt sich jedoch aufgrund ihrer Zähigkeit schwerer spalten als vergleichbare Holzarten.  
 
Nadelhölzer, wie beispielsweise Fichte oder Kiefer (ca. 1500 bis 1700 kW pro Raummeter), brennen schnell ab, haben also einen niedrigen Heizwert. Außerdem müssen Sie bei Nadelhölzern auf das Harz achten. Dieses spritzt beim Verbrennen, kann z.B. das Sichtfenster Ihres Kaminofens verschmutzen und beim Öffnen dieses Fensters sogar gefährlich werden. Nadelhölzer eignen sich also besser nur als Anzünder, um danach auf Laubhölzer umzusteigen. 
 

So lagern Sie das Brennholz richtig 

 
Das Brennholz sollte so trocken wie möglich gelagert werden, d.h. nicht im Keller. Ideal ist ein gut belüfteter, überdachter Raum. Zwischen den Holzscheiten und dem Boden sollte genug Platz gelassen werden, damit die Luft zirkulieren kann. Wenn Sie das vernachlässigen, kann das Holz feucht bleiben und im schlimmsten Fall anfangen zu schimmeln. 
 
Frisch geschlagenes Holz sollte mindestens zwei Jahre lagern, bevor er zum Heizen verwendet wird. 
 
Für welches Holz Sie sich auch entscheiden, es bleibt eine umweltfreundliche und nachhaltige Heizmethode. Durch die Flammen entsteht eine angenehm, wohlige Stimmung in Ihren vier Wänden und Sie können entspannen. So sind Sie bestens für die kalten Wintertage gerüstet.  
 

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